Hapkido
- Bewerbe
Hapkido BEWERBE
Hapkido
ist egal in welcher Stilrichtung es betrieben wird, eine sehr praxisbezogene
Selbstverteidigungsmethode. Damit Hapkido-Akteure die Möglichkeit
haben, ihre Fähigkeiten Seite an Seite zu zeigen, werden in regelmäßigen
Abständen nationale und internationale Bewerbe abgehalten.
Um der ethischen und auch der traditionellen Ebene treu zu bleiben und
dennoch sein Können, seine Gewandtheit und Geschicklichkeit bis zur
Perfektion unter Beweis zu stellen, steht als oberstes Ziel das Miteinander
der Praktizierenden im Vordergrund.
Klare und verständliche Normen sollen dabei dienen, die Bewerbe fair
und übersichtlich zu gestalten und Leistungen im Sinne des Hapkido
zu begünstigen.
Dem Schüler wird dadurch je nach Entwicklungsstand die Möglichkeit
geboten an vier unterschiedlichen Bewerben teilzunehmen. Diese sind: Technikbewerb,
Schattenkampf, Freikampf, Bruchtestbewerb.
TECHNIKBEWERB
Dieser
Bewerb ist in vier Gürtelklassen (weiß, gelb, blau, rot) unterteilt.
Ein vorbereitetes Programm mit Hapkido-Techniken wird von den zwei Teilnehmern
in dem zur Klasse gehörenden Zeitrahmen präsentiert. Darin können
alle gelernten Selbstverteidigungstechniken verwendet werden, welche die
Starter beherrschen.
Ziel ist die Darstellung und Präsentation einer
möglichst wirklichkeitsgetreuen und praxisnahen Situation.
Die Bewertung erfolgt nach folgenden Aspekten:
- Vielfalt und Variantenreichtum
- Harmonie, Fluss und Dynamik des Bewegungsablaufes
- Kontrolle und korrekte Ausführung der Techniken
- Gleichgewicht und Blickkontakt zum Partner
- Logischer Übergang von einer Technik zur anderen
- Schwierigkeit der gezeigten Techniken
SCHATTENKAMPF-BEWERB
Hier
ist ein Programm bestehend aus Bein- und Armtechniken zu zeigen, das den
Kampf gegen einen oder mehrere Gegner darstellen soll. Der Ablauf erfolgt
in beliebiger Reihenfolge in Form eines Schattenkampfes und ist zeitlich
limitiert.
Es dürfen alle vom Teilnehmer erlernten und beherrschten
Techniken verwendet werden. Das Programm kann dabei mit Musik unterstützt
werden.
Die Bewertung erfolgt nach folgenden Aspekten:
- Vielfalt und Variantenreichtum
- Richtiger Gebrauch von Techniken gegen einen oder mehrere imaginäre
Gegner
- Harmonie, Fluss und Dynamik des Bewegungsablaufes
- Kontrolle und korrekte Ausführung der Techniken
- Gleichgewicht und logischer Übergang von einer Technik zur anderen
- Schwierigkeit der gezeigten Techniken
FREIKAMPF
Auch
der Freikampf ist als ein Teil der Ausbildung eines Hapkidoins zu sehen.
Hierbei treffen Hapkido-Schüler welche die nötige Reife und
den erforderlichen Technik- und Trainingsstandard erreicht haben, aufeinander
um im Kampf Erfahrungen zu sammeln, um sich weiterzubilden und um voneinander
zu lernen.
Die Einteilung erfolgt weder in Gewichts-, Größen-
noch Altersklassen, auch das Geschlecht ist nicht ausschlaggebend. Einzig
in 3 Gürtelklassen (gelb, blau, rot) wird unterteilt, um Partner
mit dem gleichen Technikstand kämpfen zu lassen.
Nachdem es keinerlei Einschränkungen bezüglich
der angewendeten Techniken gibt, ist die Kontrolle sämtlicher Ausführungen
der Techniken obligatorisch. Absichtliche Versuche, den anderen zu verletzen,
sind verboten!
Durch die unterschiedlichsten Freikampf-Partner, seien
sie nun groß, klein, schwerer, leichter, offensiv oder defensiv
usw. sammelt der Hapkidoin Erfahrungen. Beim Freikampf gibt es keinen
Verlierer. Jeder, der sich einer solchen Situation stellt, ist ein Gewinner,
denn er erfährt dabei viel über seine Persönlichkeit, sein
Handeln, seine Reaktionen und Emotionen in einer Ausnahmesituation.
BRUCHTESTBEWERB
Zur
Teilnahme am Bruchtestbewerb sind ausschließlich Schüler ab
Rotgurt berechtigt. Sinn des Bruchtests ist es nicht, zu zerstören,
sondern Körper und Geist in einer konzentrierten Aktion zu vereinen.
Ein Bruchtest wird daher nicht mit rein körperlicher Kraft, sondern
mit vereinter körperlicher und innerlicher Energie (Ki) durchgeführt.
Der Bruchtest wird an einem Stück Fichtenholz mit 28x28 cm und 2
cm Dicke durchgeführt. Dieses wird lediglich mit einer Hand zwischen
Daumen und Zeigefinger festgehalten, um dadurch keinerlei Widerstand zu
erzeugen. Es gibt nur einen Versuch, um das Brett zu durchbrechen.
Der Gewinner des Bruchtest-Bewerbes wird aus zwei Durchgängen
mit je zwei Runden ermittelt. In der ersten Runde wird mit der Hand geschlagen,
in der zweiten wird mit dem Fuß getreten. Gewonnen hat derjenige
der das Brett am genauesten in der Mitte bricht.
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